SPORT- & GYMNASTIKLEHRER/IN -Berufsausbildung & Fachhochschulreife in nur 3 Jahren -Jetzt anmelden-
Sport & Gymnastik/FHR

Schulprogramm

1. Schuldarstellung

1.1 Fächer und Prüfung

Die Fächer des Bildungsganges entsprechen der Rahmenstundentafel für Berufskollegs Anlage C1 nach APO BK (Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs – Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg vom 26.05.1999, zuletzt geändert durch Verordnung vom 21.09.2012 (SGV.NRW.223)).

Rahmenstundentafel für den dreijährigen Bildungsgang der Berufsfachschule: Staatlich gepüfte/r Gymnastiklehrerin / Gymnastiklehrer und Fachhochschulreife
Lernbereiche / Fächer: 11 12 13
Berufsbezogener Lernbereich   
Fächer des fachlichen Schwerpunktes 720 – 880 720 – 880 720 – 880
Bewegungspädagogik in Theorie und Praxis 160 – 200 160 – 200 160 – 200
Sportmedizinische Grundlagen 120 – 160 120 – 160 120 – 160
Bewegung in Prävention und Rehabilitation 160 – 200 160 – 200 160 – 200
Funktionelle und kreative Bewegungsbildung 200 – 240 200 – 240 200 – 240
Weiteres Fach 80 80 80
Mathematik 80 80 80
Englisch 80 80 80
Wirtschaftslehre 80 80 80
Betriebspraktika (mindestens 8 Wochen)
Berufsübergreifender Lernbereich
Deutsch / Kommunikation 80 80 80
Religionslehre 80 80 80
Politik / Gesellschaftslehre 80 80 80
Sport / Gesundheitsförderung 80 80 80
Differenzierungsbereich
0 – 160 0 – 160 0-160
Gesamtstundenzahl 1.440 1.440 1.440

Fachhochschulreifeprüfung

Schriftliche Prüfungsfächer:

  1. Profilfach*
  2. Ein Profilfach aus dem mathematisch-naturwissenschaftlich Bereich oder Mathematik
  3. Deutsch / Kommunikation
  4. Englisch

Berufsabschlussprüfung

Schriftliche Prüfungsfächer:
1. Profilfach
2. Profilfach (Fach 2)
3. Profilfach
Praktische Prüfung

*Profilfächer sind die Fächer 1-4 des fachlichen Schwerpunkts. Die Festlegung der Prüfungsfächer (Profilfächer) erfolgt jeweils durch die Bildungsgangkonferenz.

Alle theoretischen Fächer werden berufsbezogen unterrichtet.

1.2 Praktische und praktisch-methodische Inhalte

Musisch-künstlerischer Bereich
Funktionelle und kreative Bewegungsbildung (Körperbildung, Bewegungsbildung, Tanz, Bewegungsgestaltung)

Prävention
Fitnesstraining, Gesundheitssport (Funktions- und Ausgleichsgymnastik, präventives Lauftraining, Nordic Walking, präventive Rückenschule, Rückbildungsgymnastik, Aquatraining u. a.), Psychomotorik

Rehabilitation
Sporttherapie (Gymnastik, Spiel und Sport bei Osteoporose, Diabetes, Venenerkrankungen, Rheuma, Arthrose, rehabilitative Rückenschule u. a.), Trainingstherapie, Psychomotorik, Aquatraining

Sport
Turnen, Spiele, Aquasport, Konditions-/Fitnesstraining, Aerobic, Step-Aerobic,
Skigymnastik, Leichtathletik u. a.

Wellness
Pilates, Massage, Atemgymnastik, Ernährung, Entspannungsverfahren, Personal-Training u. a.

Praktisch-methodische Übungen
Die Schülerinnen und Schüler planen selbstständig Unterricht und führen diesen mit verschiedenen Versuchsgruppen durch. Kooperationspartner sind u. a. Kindergärten, Berufskollegs und Gymnasien sowie die eigenen Mitschülerinnen und Mitschüler.

2. Orientierungsphase im ersten Ausbildungsjahr

Unser Anliegen ist es, dass unsere neuen Schülerinnen und Schüler sowohl in der Klassengemeinschaft als auch in der Ausbildungsstruktur gut ankommen.

Das erste Ausbildungsjahr (Klasse 11) beginnt direkt im Anschluss an die Sommerferien mit einer mehrtägigen Orientierungsphase. Die Stufenleitungen begleiten als Team unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Weg hin zu einer gut funktionierenden Klassengemeinschaft und informieren sie über schulische als auch organisatorische Themen. Dabei werden sie durch Schüler-Experten des zweiten Ausbildungsjahres unterstützt.

Neben verschiedensten Spielen zum Kennenlernen werden eine Führung durch die Schule und den angrenzenden Sportpark, eine Stadtführung, ein Besuch der Stadtbücherei organisiert und durchgeführt. Weiterhin werden Lernmethoden und Organisation des selbstständigen Lernens vorgestellt und vermittelt.

Mit der Evaluation der Orientierungsphase durch die neuen Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die „Startphase“ wird eine kontinuierliche Verbesserung und Aktualisierung zukünftiger Orientierungstage angestrebt.

3. Begleitete Praktika in Einrichtungen der Prävention und Rehabilitation

Innerhalb der Ausbildung absolvieren die Schülerinnen und Schüler zwei Praktika von jeweils vier Wochen.

In der Jahrgangsstufe 12 wird ein Praktikum in Einrichtungen der Präventivon  absolviert. Die Schülerinnen und Schüler sind von ihrem Wissensstand in der Lage sich einzubringen und erste Unterrichtssequenzen, z.B. in Kindergärten, Fitnessstudios, Schulen, Sportvereinen, Tanzstudios, Bildungszentren u. a. zu halten.

In der Jahrgangsstufe 13 findet das Praktikum in Rehabilitationseinrichtungen statt. Der inhaltliche Schwerpunkt der Jahrgangsstufe 12 kann dann entsprechend in der Praxis ausprobiert werden. Als Kooperationspartner sind hier Rehabilitationseinrichtungen, Krankenhäuser, Schulen mit speziellen Schwerpunkten, Kureinrichtungen und private Praxen zu nennen.

Durch unsere jahrelange Kooperation haben wir sehr gute Kontakte zu privaten wie öffentlichen Einrichtungen aufgebaut, sodass wir unseren Schülerinnen und Schülern attraktive, für sie persönlich geeignete Praktikumseinrichtungen empfehlen können.

Während der Praktikumszeit findet eine intensive und persönliche Begleitung der Schülerinnen und Schüler durch unsere Lehrkräfte statt. Sie dient der Reflexion der Praxiserfahrungen und unterstützt den Prozess der Entwicklung zum Bewegungspädagogen.

Häufig werden unsere Schülerinnen und Schüler nach erfolgreich abgeschlossenem Praktikum und nach Abschluss ihres Examens direkt in ein Anstellungsverhältnis in der Praktikumseinrichtung übernommen.

4. Außerschulische Kooperationspartner

4.1 Fachbegleitende Kooperationspartner

Im Fach Fitness wird über eine Unterrichtseinheit von 12 Wochen mit einem großen Fitnesszentrum kooperiert. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, unter Anleitung der Fachlehrkraft, gerätegesteuertes Fitnesstraining in verschiedenen Variationen kennenzulernen.

Im Fach Trainingstherapie wird über eine Sequenz von 14 Wochen eine ortsansässige rehabilitative Institution besucht. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre im Fach erworbenen Kenntnisse in die therapeutische Praxis umzusetzen.

Im Fach Bewegungspädagogik in Theorie und Praxis kooperieren wir mit Kindergärten. Die Schülerinnen und Schüler halten alleine oder zu zweit Lehrproben mit zehn bis zwölf Kindern im Alter zwischen vier bis sechs Jahren.

Im Fach Religion werden kleinere Projekte mit einem städtischen Altenheim durchgeführt und im Fach Bewegung in Prävention und Rehabilitation wird mit einer Förderschule kooperiert.

Diese Kooperationen stärken unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer beruflichen Handlungskompetenz, da sie umfangreiche Erfahrungen mit ihrem zukünftigen Klientel sammeln können.

4.2 Kooperationspartner im Bereich Persönlichkeitsentwicklung

„Im Mittelpunkt steht der Mensch.“ Diesem Grundsatz der Timmermeister Schule fühlen wir uns verpflichtet, auch bei der Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern, um unsere Schülerinnen und Schülern in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz zu stärken.

Wir kooperieren u.a. mit:

  • Schulpsychologische Beratungsstelle
  • Verbraucherzentrale NRW
  • Aids Hilfe Münster
  • KCM Schwulen- und Lesbenzentrum Münster
  • Jugendamt der Stadt Münster
  • Pro familia Münster
  • Donum Vitae
  • Gesundheitsamt der Stadt Münster
  • Sportverein Blau Weiß Aasee
  • Villa ten Hompel
  • Arbeits- und Sozialgericht Münster
  • Polizei NRW

4.3 Kooperationspartner im Bereich Studium, Fort- und Weiterbildung

Kooperationspartner im Bereich Studium ist die Dresden International University (DIU). Im Bereich Fort- und Weiterbildung arbeiten wir u.a. mit dem Westfälischen Turnerbund (WTB), dem Landessportbund (LSB), dem Deutschen Gymnastikbund (DGymB), dem Bundesverband staatlich anerkannter Schulen für Gymnastik und Sport (BBGS), dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) und der Konföderation der Deutschen Rückenschulen (KddR®) zusammen. Weitere Partner sind Variosling Köln®, AIREX® und Flexisports GmbH®.

(siehe auch 8.2)

5. Berufsbezogene Projekte

Die Rahmenstundentafel für den Bildungsgang „Gymnastiklehrerin/Gymnastiklehrer und Fachhochschulreife“ ermöglicht die Umsetzung eines berufsbezogenen Projekts.

Das berufsbezogene Projekt wird von den Klassen selbst kreiert, geplant, durchgeführt und ausgewertet. Hier ist es den Klassen überlassen, sich für ein Thema und gegebenenfalls für einen Kooperationspartner zu entscheiden. Im Rahmen ihrer Projektarbeit werden die Schüler/-innen umfangreich in die Phasen des Projektmanagements eingeführt. Projekte zu planen, durchzuführen und zu reflektieren gehört häufig zum beruflichen Alltag einer Gymnastiklehrkraft.

Die Schülerinnen und Schüler lernen u. a. im Team zu arbeiten, Kontakte zu knüpfen und mit Kunden zu arbeiten, mit Konflikten konstruktiv umzugehen und die wirtschaftliche Seite eines Projektes zu bewerten. In einer abschließenden Reflexions- und Evaluationsphase wird das eigene Projekt unter Anleitung analysiert.

6. Schulfahrten und Wandertage

Am Berufskolleg der Timmermeister Schule finden sowohl Schulfahrten als auch Wandertage statt, die ein wichtiger Bestandteil des Schullebens sind. Die Klassenfahrten erfolgen jeweils als Jahrgangsstufenfahrt. Der Charakter dieser Fahrten bzw. Tage orientiert sich am Ausbildungs- und Schulprofil und am Schulprogramm und berücksichtigt die Interessen der Schülerinnen und Schüler.

Für allgemeine Fragen der Planung und Durchführung der Schulfahrten und Wandertage gelten die Richtlinien für Schulwanderungen und Schulfahrten (WRL) des MSWF. Jeweils im Anschluss an die Schulfahrt und die Wandertage erfolgt die Nachbereitung und Auswertung in Form von Reflexionsgesprächen und Auswertungsbögen (Selbstevaluation).

7. Das Kollegium

Das Lehrteam der Timmermeister Schule besteht aus Lehrkräften für die Sekundarstufe II, Gymnastiklehrer/innen, Diplomsportlehrer/-innen,  Sporttherapeuten und Sporttherapeutinnen und Beratungslehrkräften.

8. Angebote für Schülerinnen und Schüler

8.1 Beratungskonzept

Beratung an unserer Schule findet in unterschiedlichen Bereichen wie im Unterricht, im außerunterrichtlichen Schulleben sowie im persönlichen Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kollegen statt, um nach Lösungen von Schulproblemen oder Problemen einzelner Schülerinnen und Schüler zu suchen.

Die Beratungslehrerin ergänzt und intensiviert die Beratungstätigkeit des Kolegiums.

  • Zielgruppe des Beratungsangebotes sind Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und Eltern.
  • Neben dem Gesprächsangebot gehört zur pädagogischen Beratung eine Vermittlungsfunktion zu Beratungsstellen, Therapeuten etc. und die Anregung von Beratungsangeboten für das Kollegium z.B. kollegiale Fallberatung und Supervision.
  • Das Beratungsangebot bezieht sich auf Lernschwierigkeiten, Verhaltensstörungen, Auffälligkeiten im Sozialverhalten, Konflikte im persönlichen Bereich, psychische Probleme und Konflikte in Klassen.

8.2 Studium, Fort- und Weiterbildungen

Unsere Schülerinnen und Schüler können ein ausbildungsbegleitendes Studium aufnehmen, sowie an unterschiedlichen, bundesweit anerkannten Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Dieses Angebot erhöht die Konkurrenzfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler auf dem Arbeitsmarkt, der zunehmend die Mehrfachqualifizierung des Arbeitnehmers fordert. Dazu gehören:

  • Bachelor of Science, Präventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften DIU (Dresden International University)
  • Sporttherapie Stufe II des DVGS (Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie); verkürzte Ausbildung
  • Komplementärmodul DVGS Psychosoziales Modul
  • Sporttherapie Stufe III ORT (Orthopädie/Rheumatologie/Traumatologie) des DVGS, als einzige Schule in NRW bietet die Timmermeister Schule eine  verkürzte Ausbildung
  • C-Trainer-Lizenz Breitensport LSB (Landessportbund)
  • KddR® (Konförderation der deutschen Rückenschulen)/BBGS- Rückenschullehrerlizenz (Bundesverband staatl. anerkannter Berrufsfachschulen für Gymnastik und Sport); von den Krankenkassen anerkannte Lizenz, die die Abrechnung über die Kassen ermöglicht
  • KddR® / BBGS Kinderrückenschullehrerlizenz
  • BBGS-Wellness-Zertifikat
  • Trainer-B-Lizenz Slingfitness (Variosling Köln®)
  • AIREX Bebalanced! Groupfitness (AIREX®)
  • Flexi-Bar Medical (Flexi-sports®) GmbH

8.3 Schülerinnen- und Schülervertretung

Die SV setzt sich aus den Klassensprechern und deren Stellvertretern sowie den beiden Vertrauenslehrkräften zusammen und vertritt die Schülerinnen und Schüler in schulischen Angelegenheiten. Sie nimmt Anregungen der Schülerschaft in Bezug auf die Ausbildung auf. Weiterhin hat die SV die Aufgabe, die Schulpsrecherin/ den Schulsprecher zu wählen. Diese/r nimmt regelmäßig an der Schulkonferenz und an den Konferenzen des Schulträgers und der Schulleiter (Ausbildungsleiterkonferenz) teil und kann dort Rückmeldungen aus der Schülerschaft übermitteln.

Auch auf den Fachkonferenzen Sport und Theorie (FK Sport, FK Theorie) vertritt die SV die Angelegenheiten der Schülerinnen und Schüler und kommuniziert relevante Inhalte zurück an die Schülerschaft.

8.4 Organisation von Nachhilfe

Von den Lehrkräften wird, nach Absprache mit den Schülerinnen und Schülern, gegen ein kleines Entgelt Förderunterricht in Mathematik und Englisch angeboten.
Durch die SV werden Nachhilfeangebote von Schülerinnen und Schülern für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler organisiert. Schwerpunkte sind einmal die Nachhilfebörse innerhalb der Schule sowie die Installation von Arbeitsgemeinschaften. Hier stehen die SV und das Kollegium sowie die Schulleitung mit Rat und Tat zur Seite.

9. Elternarbeit

Die Eltern unserer schon zum großen Teil volljährigen Schülerinnen und Schüler können auf vielfältige Weise am Schulleben teilnehmen. Ihre aktive Mitarbeit wird von unserer Seite begrüßt und unterstützt.

Die Eltern der minderjährigen Schülerinnen und Schüler sind in den Mitwirkungsgremien der Schule eingebunden. Zu diesen zählen die Jahrgangsstufenpflegschaftssitzungen, die Schulkonferenz und die Fachkonferenzen Theorie und Praxis.

Am jährlich durchgeführten Tag der offenen Tür sind insbesondere auch die Eltern herzlich eingeladen. Hier können sie nicht nur einen Einblick in die schulische Arbeit gewinnen, sondern können auch im Rahmen eines offenen Elternsprechtages ein persönliches Gespräch mit den Lehrkräften führen.

Ferner besteht jederzeit für die Eltern die Möglichkeit, im Rahmen der vorgesehenen Sprechzeiten mit einer Lehrkraft in Kontakt zu treten.

Bei Problemen und/oder Lernschwierigkeiten werden auf Wunsch die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern von einem kleinen Team von Lehrkräften (Klassenlehrkraft, Beratungslehrkraft und Schulleitung) beraten (s. 8.1).

10. Öffentlichkeitsarbeit

Die Schule präsentiert sich regelmäßig in der Öffentlichkeit.

Dazu gehören:

  • der Internetauftritt der Timmermeister Schule www.timmermeister-schule.de
  • aktuelle Informationen und Fotoimpressionen auf unserer Facebookseite
  • der Tag der offenen Tür, ein Schnuppervormittag und Berufsinformationstage, an denen zukünftige Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern Informationen zum Berufsbild erhalten
  • die im Rahmen der berufsbezogenen Projektarbeit gestalteten Projekte, die in der lokalen Presse vorgestellt werden
  • die Besetzung eines schuleigenen Messestandes im Rahmen von verschiedenen Berufs- und Bildungsmessen in NRW
  • die Kooperationspartner

Schulentwicklung

1. Unsere pädagogischen Grundideen

Als Kollegium der Höheren Berufsfachschule für Gymnastik möchten wir:

  • unsere Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre Freude an der Bewegung und am Sport weiterzuentwickeln und Neues zu entdecken
  • dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler wertschätzend mit sich und ihren Mitmenschen umgehen
  • die physische und psychische Leistungsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler fördern
  • Bewegung als Mittelpunkt des gesamten schulischen Alltags betrachten
  • unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und ihnen in ihrer Lebensplanung beratend zur Seite stehen –  ein ganzheitlicher Ansatz ist uns wichtig
  • die Fähigkeit und Bereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem und (eigen-)verantwortlichem Handeln fördern
  • unsere Schülerinnen und Schüler zu lebenslangem Lernen anleiten
  • unsere Schülerinnen und Schüler darin unterstützen, berufsspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben – dazu gehören für uns insbesondere Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Kreativität und Flexibilität
  • unseren Schülerinnen und Schülern die Kompetenzen vermitteln, die sie zu einem Fachhochschulstudium befähigen

2. Schul-(programm) entwicklung am Timmermeister Berufskolleg

Die Schulentwicklung wird am Timmermeister Berufskolleg durch die Steuergruppe, die in regelmäßigen Sitzungen in Abstimmung mit der Schulleitung, dem Schulträger und dem Kollegium über anstehende Themen berät, gelenkt.

Themen der Schulentwicklung:

  • Entwicklung und Implementierung eines Methodencurriculums – die Weiterentwicklung erfolgt immer am Ende eines Schuljahres
  • Vermittlung von Methoden des Kooperativen Lernens
  • Lehrergesundheit mit den Schwerpunkten: Entlastung, Umgang mit schwierigen Situationen im Unterricht, Stimmtraining
  • Kommunikation und berufliche Persönlichkeitsentwicklung
  • Entwicklung von Konzepten zur Reduktion des Verwaltungsaufwandes
  • Implementierung der Neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Berufskollegs
  • Weiterentwicklung der Ausbildungsstruktur und -inhalte auf der Basis gemachter Erfahrungen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Profilbildung
  • Anpassung des Schulprogramms an die aktuelle Schulentwicklung

3. Qualitätssicherung

3.1 Qualität von Unterricht

Zur Sicherung von Unterrichtsqualität wurde gemeinsam mit dem Schulträger ein Evaluationsbogen entwickelt, der sowohl den theoretischen als auch den praktischen Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler bewerten lässt. Schwerpunkte der Evaluation liegen am Ende des ersten und am Ende des dritten Ausbildungsjahres. Neben der qualitativen Gestaltung des Unterrichts werden die Lernatmosphäre sowie die Meinung zur Leistungsbewertung abgefragt. Die Auswertung der Fragebögen erfolgt über die QM-Beauftragte an der Schule. Die ausgewerteten Bögen werden an die Lehrkraft zurückgegeben. Die Ergebnisse dienen als Kommunikationsgrundlage zwischen Lehrkraft und Schüler/-innen, zwischen Lehrkraft und Schulträger und ggf. zwischen Lehrkraft und Schulleitung.

3.2. Leistungsbewertung

Die Leistungsbewertung richtet sich nach den Vorgaben der APO-BK (Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs – Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg vom 26.05.1999, zuletzt geändert durch die Verordnung vom 21.09.2012 (SGV.NRW.223).

Die Bildungsgangkonferenz hat zudem ein für alle Fächer gültiges Bewertungsraster erstellt, das bei Leistungsnachweisen mit Punktewertung herangezogen wird. Ergänzend sind sowohl für die theoretischen als auch für die praktischen Fächer Bewertungsraster für den Bereich „Sonstige Mitarbeit“ erarbeitet worden, die auch den Schülerinnen und Schülern vorliegen. Dadurch wird ein hohes Maß an Tranparenz für die Notengebung und das Einhalten von Qualitätsstandards erreicht.

3.3 Fortbildungsplanungen der Lehrkräfte

Die Fortbildungsplanung wird durch zwei Lehrkräfte aus den jeweiligen Fachbereichen „Theorie und Sport“ im Dialog mit der Schulleitung gesteuert. Hierzu erfolgen regelmäßige Recherchen zu aktuellen Themen, sowie die Eruierung der Interessenlage des Kollegiums. Zur Schulentwicklung passend werden dann geeignete Fortbildungen ausgewählt.

3.4 Kollegiale Intervision

Kollegiale Intervision ist eine Form der Beratung unter Kollegen und Kolleginnen und dient in Unternehmen und Schulen der Qualitätssicherung und Personalentwicklung. Seit einigen Jahren gibt es eine solche kollegiale Fallbesprechungsgruppe auch am Timmermeister Berufskolleg.

Sie gibt Gelegenheit zur Reflexion des pädagogischen Handelns und trägt damit zur Erweiterung der Handlungskompetenz im Umgang mit Problemfällen und problematischen Situationen im Schulalltag bei.

Die Gruppe bietet darüber hinaus die Gelegenheit zur allgemeinen Rollenreflexion und -neugestaltung, zum Ausbau der kollegialen Unterstützung sowie zum Stressmanagement. Sie trifft sich alle sechs Wochen und zusätzlich nach Bedarf.

3.5 Expertenbefragungen

Das Konzept der Expertenbefragung hat sich innerhalb der Ausbildung als sehr effektiv gezeigt. Schülerinnen und Schüler des höheren Ausbildungsjahrgangs stellen sich als Experten den unteren Ausbildungsklassen zur Verfügung. Gerade zum Thema Praktikum werden wertvolle Erfahrungen und Tipps weitergegeben und somit der Qualitätsstandard der Berufserfahrung sehr hoch gehalten.

Ehemalige Absolventinnen und Absolventen des Timmermeister Berufkollegs stellen sich ebenfalls regelmäßig als Experten zur Verfügung, um den Abschlussklassen Informationen über ihren Arbeitsalltag und Arbeitsverhältnisse zu geben. Hier werden oft wegweisende Kontakte geknüpft.

3.6 Evaluationen

Die schulische Arbeit wird durch regelmäßige Evaluationen begleitet. Inhalte der Evaluationen sind:

  • Einzugsgebiet und Motivation der Schülerinnen und Schüler für die Wahl des Bildungsganges und der Schule (Jahrgangsstufe 11)
  • Orientierungswoche (Jahrgangsstufe 11)
  • Motorischer Test und Re-Test (Jahrgangsstufe 11)
  • Unterricht (Jahrgangsstufen 11 – 13)
  • Klassenfahrt (Jahrgangsstufen 11 und 12)
  • Berufsbezogene Projektarbeit (Jahrgangsstufen 12 und 13)
  • Praktikum (Jahrgangsstufen 11 und 12)
  • Schulstruktur und –organisation (Jahrgangsstufe 12)
  • Verbleib der Schülerinnen und Schüler (Jahrgangsstufe 13)

Unsere Evaluationen geben Rückmeldungen zur schulischen Arbeit und schaffen die Basis für notwendige Verbesserungen.

4. Ausblick

Aktuell initiiert und begleitet die Steuergruppe Prozesse, die der Zukunftssicherung des Timmermeister Schule der Höheren Berufsfachschule für Gymnastik- dienen.

Dieses beinhaltet u.a. eine Reflexion der Erfahrungen aus dem ersten Durchlauf der neuen APO-BK und die Überarbeitung von Ausbildungsinhalten.

Darüber hinaus ist die Ausarbeitung und Umsetzung einer didaktischen Jahresplanung weiterer Schwerpunkt der Arbeit im Kollegium.