Gymnastik an der Timmermeister Schule Münster

Schulprogramm der Höheren Berufsfachschule für Gymnastik

Timmermeister Schule
Höhere Berufsfachschule für Gymnastik
Sentruper Str. 157 - 161
48149 Münster

INHALTSVERZEICHNIS
   
A. Schuldarstellung
   
1.
Fächer und Inhalte des Bildungsgangs
1.1
Fächer
1.2
Praktische und praktisch-methodische Inhalte
2.
Orientierungsphase im ersten Ausbildungsjahr
3.
.
Praktika in Einrichtungen der Prävention und Rehabilitation
4.
Fachbegleitende Kooperationspartner
5.
Berufsbezogene Projekte
6.
Schulfahrten und Wandertage
7.
Das Lehrerteam
8.
Angebote für Schülerinnen und Schüler
8.1
Beratungskozept
8.2
Fortbildungen

8.3

.

Angebote von Schülerinnen und Schüler für Schülerinnen und Schüler
8.4
Schülerinnen- und Schülervertretung
8.5
Organisation von Nachhilfe
8.6
Mitfahrservice
9.
Elternarbeit
10.
Öffentlichkeitsarbeit
   
B. Schulentwicklung
   
1. Unsere pädagogischen Grundideen
2. Aktueller Stand der Schulprogrammentwicklung
3. Qualitätssicherung
3.1 Qualität von Unterricht
3.2 Fortbildungsplanungen der Lehrkräfte
3.3 Kollegiale Intervision
3.4 Außerschulische Partner
3.5 Expertenbefragungen
3.6 Evaluationen
4. Ausblick
   
A. Schuldarstellung
   
1. Fächer und Inhalte des Bildungsganges
1.1 Fächer
 

Die Fächer des Bildungsganges entsprechen der Rahmenstundentafel für Berufskollegs Anlage C7 nach APO BK (Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs – Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg vom 26.05.1999, zuletzt geändert durch Verordnung vom 14.06.07 (SGV.NRW.223)).

  Rahmenstundentafel für Gymnastiklehrerinnen und Gymnastiklehrer und Fachhochschulreife (Anlage C7)
1.1 Lernbereiche/Fächer 11 12 13
  Erziehungswissenschaften 120 120 80
  Sportmedizin/Biologie 160 80 80
  Didaktik/Praktisch-methodische Übungen

120

 

120

 

120

 

  Körper- und Bewegungsbildung

200

200

200

  Bewegungsgestaltung 40 40 80
  Sport 80 80 80
  Berufsbezogene Projektarbeit  

80

80

  Gymnastik in Prävention und Rehabilitation

200

 

200

 

200

 

  Mathematik 80 80 80
  Englisch 80 80 80
  Berufsübergreifender Lernbereich      
  Deutsch/Kommunikation 80 80 80
  Religionslehre 80 80 80
  Politik/Gesellschaftslehre 80 80 80
  Differenzierungsbereich      
  Fitness/Trainingstherapie/Massage 120 120 120
  Gesamtstundenzahl 1440 1440 1440
         
  Alle theoretischen Fächer werden berufsbezogen vermittelt.
   
1.2 Praktische und praktisch-methodische Inhalte
 

Musisch-künstlerischer Bereich

Bewegungsbildung/Tanz, Bewegungsgestaltung

 

Prävention

Körperbildung, Fitnesstraining, Gesundheitssport (Funktions- und Ausgleichsgymnastik, präventives Lauftraining, Nordic Walking, präventive Rückenschule, Rückbildungsgymnastik, Wassergymnastik u. a.), Psychomotorik

 

Rehabilitation

Sporttherapie (Gymnastik, Spiel und Sport bei Osteoporose, Diabetes, Venenerkrankungen, Rheuma, Arthrose, rehabilitative Rückenschule u. a.), Trainingstherapie, Psychomotorik

 

Sport

Turnen, Spiele, Schwimmen, Konditions-/Fitnesstraining, Aquasport, Aerobic, Step-Aerobic, Skigymnastik u. A.

 

Wellness

Pilates, Massage, Atemgymnastik, Ernährung, Entspannungsverfahren, Personal-Training u. a.

 

Berufsbezogene Projektarbeiten

Jahrgangsstufe 12: Musisch-künstlerische Projekte, auf Wunsch Präsentation auf einer öffentlichen Bühne

 

Jahrgangsstufe 13: Umsetzung eigener Projektideen,

zum Beispiel:

 
2005 Fitness Guide für Münster
2005 Spielesammlung
2006 Unterrichtsreihen mit Schwerpunkt Integration

2006

 

Entwicklung eines fächerübergreifenden Wissensspiels (als Brettspiel)

2007

 

Tag der Integration im Rahmen eines Vereinssporttages (BWA)

2007

 

Sport- und Bewegungsprogramm in der JVA Münster
2008 Spendenlauf für Projekte in Afrika

2008

 

Planung, Durchführung und Evaluation eines Aktionstages "Jüngere bewegen Ältere"
2009 Bewegungstipps für Urlauber am Düsseldorfer Flughafen
2009 Bewegung und Tanz im Seniorenzentrum Tibus Stift und Haus Maria Trost
   
 

Praktisch-methodische Übungen

Die Schülerinnen und Schüler planen selbstständig Unterricht und führen diesen mit verschiedenen Versuchsgruppen durch. Kooperationspartner sind u. a. Kindergärten, Berufskollegs und Gymnasien sowie die eigenen Mitschülerinnen und Mitschüler.

   
2. Orientierungsphase im ersten Ausbildungsjahr
 

Das erste Ausbildungsjahr (Klasse 11) beginnt direkt im Anschluss an die Sommerferien mit einer mehrtägigen Orientierungsphase. Diese Eingangsphase vermittelt entsprechende Inhalte, die den Start  an unserem Berufskolleg in der Stadt Münster und den Beginn der Ausbildung erleichtern sollen. Dabei übernehmen die Klassenleitungen als Team die Aufgaben der Information und werden dabei durch Schüler-Experten des zweiten und dritten Ausbildungsjahres unterstützt.

 

Neben den informativen Inhalten und Aktionen sowie der Testung der motorischen Leistungsfähigkeit soll das Bedürfnis nach gegenseitigem Kontakt und Austausch - klassenintern und klassenübergreifend – entsprechend Berücksichtigung finden.

 

Inhaltlich werden neben verschiedensten Spielen zum Kennenlernen, einer Führung durch die Schule und den angrenzenden Sportpark auch eine Stadtführung angeboten, die den Schülerinnen und Schülern, die neu in Münster sind, einen ersten Überblick über die Stadt gibt.

 

Besuche der Stadtbücherei und der Bücherei des Institutes für Leibeserziehungen mit Führungen werden von den Klassenlehrkräften organisiert und durchgeführt. Sie bieten damit eine erste Unterstützung bei der Suche nach Literatur und zur eigenverantwortlichen Arbeit an, die zur Förderung der Selbstständigkeit dient. Weiterhin werden Lernmethoden und Organisation des selbstständigen Lernens vorgestellt und vermittelt.

  Mit der Evaluation der Orientierungsphase durch die neuen Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die „Startphase“ wird eine kontinuierliche Verbesserung und Aktualisierung zukünftiger Orientierungstage angestrebt.
   

3.

 

Praktika in Einrichtungen der Prävention und Rehabilitation
 

Innerhalb der Ausbildung absolvieren die Schülerinnen und Schüler zwei Praktika von jeweils drei Wochen. Die Schülerinnen und Schüler werden während dieser Zeit von einer Lehrkraft betreut.
Beide Praktika finden vor den Osterferien statt, damit die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben diese um zwei Wochen zu verlängern.
In der Jahrgangsstufe 11 wird ein Praktikum im präventiven Bereich absolviert. Die Schülerinnen und Schüler sind von ihrem Wissensstand in der Lage sich einzubringen und erste Unterrichtssequenzen z.B. in Kindergärten, Fitnessstudios, Schulen, Sportvereinen, Tanzstudios, Bildungszentren u. a. zu halten.

 

In der Jahrgangsstufe 12 findet das rehabilitative Praktikum statt. Der inhaltliche Schwerpunkt der Jahrgangsstufe 12 in diesem Bereich kann in der Praxis ausprobiert werden. Als Kooperationspartner sind hier Reha-Zentren, Krankenhäuser, Schulen mit speziellen Schwerpunkten, Kureinrichtungen und private Praxen zu nennen.

 

Durch unsere jahrelange Kooperation haben wir sehr gute Kontakte zu privaten wie öffentlichen Einrichtungen aufbauen können.

   
4. Fachbegleitende Kooperationspartner
  Im Fach Fitness besucht die Jahrgangsstufe 11 im ersten Ausbildungsjahr über eine Unterrichtseinheit von 12 Wochen ein ortsansässiges Fitness-Studio. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, unter Anleitung der Fachlehrkraft gerätegesteuertes Fitnesstraining mit verschiedenen Variationen kennen zu lernen.
 

Im zweiten Ausbildungsjahr besucht die Jahrgangsstufe 12 über eine Sequenz von 14 Wochen im Rahmen des Faches Trainingstherapie eine ortansässige Institution. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre im Fach erworbenen Kenntnisse in die therapeutische Praxis umzusetzen.

 

Ferner halten die Schülerinnen und Schüler im Fach Praktisch-methodische Übungen alleine oder zu zweit Lehrproben mit 10 bis 12 Kindern im Alter zwischen 4 bis 6 Jahren. Die Themen sind in Absprache mit der Fachlehrkraft frei wählbar. Mitschülerinnen und Mitschüler hospitieren bei den Lehrversuchen und nehmen ebenfalls an anschließenden Reflexionsgesprächen teil.

 

Kooperationspartner sind sowohl der St. Theresia Kindergarten als auch die städtische Kindertageseinrichtung Mecklenbeck:
Der St. Theresia Kindergarten ist ein katholischer Kindergarten, der für die Schülerinnen und Schüler gut zu Fuß zu erreichen ist. Die Lehrproben finden dort in der Aula der St. Theresia Gemeinde statt.
Die Städtische Kindertageseinrichtung Mecklenbeck liegt im angrenzenden Ortsteil Mecklenbeck und ist mit Fahrrad oder Auto anzufahren. Für den Sport verfügt die Kita über einen Allzweckraum, der zwar nicht sehr groß, dafür aber gut ausgestattet ist.

Mit beiden Einrichtungen besteht bereits seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit, die Mitarbeiterteams sind sehr kooperativ und auch den Schülerinnen und Schülern gegenüber immer sehr hilfsbereit.
 

Zu unserem Ausbildungskonzept gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler des dritten Ausbildungsjahres ihre Lehrproben zum Erwerb einer Rückenschullizenz mit Schülerinnen und Schülern anderer Berufskollegs oder eines Gymnasiums durchführen.

 

Seit einigen Jahren stehen uns dazu die 10. Klasse des Gymnasiums Paulinum, je eine Klasse 11 oder 12 mit unterschiedlichen Ausbildungsberufen aus der Hansaschule und dem Hans-Böckler-Berufskolleg zur Verfügung. Der Unterricht findet jeweils an der Hansaschule oder an dem Hans-Böckler-Berufskolleg statt. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Paulinum kommen mit ihren Sportlehrkräften zu uns in die Schule.

Diese Zusammenarbeit hat sich als sehr positiv erwiesen, da die Schülerinnen und Schüler weitere wertvolle Erfahrungen in der Organisation eigenen Unterrichts und in der Unterrichtspraxis mit nicht bekannten Lerngruppen sammeln können.
 

Im zweiten Ausbildungsjahr können die Schülerinnen und Schüler die Aerobic Trainer C Lizenz, die vom Westfälischen Turnerbund abgenommen wird, erwerben.

  Ein weiterer Kooperationspartner ist die AquaMedical-Akademie Berlin. Innerhalb dieser Kooperation haben die Schülerinnen und Schüler des dritten Ausbildungsjahrganges die Gelegenheit die Aqua-Fitness Trainer Lizenz zu erwerben.
 

Für die Projektarbeit der Klasse 13 gibt es eine lange und intensive Zusammenarbeit mit dem nahe gelegenen Sportverein Blau Weiß Aasee.

   
5. Berufsbezogene Projekte
  Projektarbeit im zweiten Ausbildungsjahr
 

Die Rahmenstundentafel für den Bildungsgang Gymnastiklehrerin/Gymnastiklehrer und Fachhochschulreife sieht jeweils für das 2. und 3. Ausbildungsjahr im berufsbezogenen Lernbereich das Unterrichtsfach berufsbezogene Projektarbeit vor.

  Im Hinblick auf das Berufsbild haben die Schülerinnen und Schüler im 2. Ausbildungsjahr innerhalb der berufsbezogenen Projektarbeit die Möglichkeit, selbständig eine abgerundete, formgebundene und in sich abgeschlossene Gestalteinheit (Choreographie) aus den  Bereichen Darstellen, Tanzen und Bewegungsgestaltung in Form einer Aufführung inhaltlich und organisatorisch zu planen sowie praktisch umzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch u. a. einen Einblick über unterschiedliche Arbeitstechniken und Arbeitsfelder. Zudem werden Schlüsselqualifikationen wie Teamarbeit, Kommunikationsfähigkeit und Selbstkompetenz geübt und vertieft.
  Da das Erarbeitete in einer Live-Situation realisiert werden soll, wird eine Präsentation für Eltern, andere Schülerinnen und Schüler und Auszubildende oder auch vor einer größeren Öffentlichkeit angestrebt.
  Die Projektarbeit wird dokumentiert und kann im Anschluss mit der für den Auftritt gewählten Musik auf eine CD bzw. DVD gebrannt werden, um sie so für die weitere schulische Arbeit nutzbar zu machen.
   
  Projektarbeit im dritten Ausbildungsjahr
  Im letzten Ausbildungsjahr wird von den Klassen ein zweites berufsbezogenes Projekt kreiert, geplant, durchgeführt und ausgewertet. Hier ist es den Klassen überlassen, sich für ein Thema und gegebenenfalls für einen Kooperationspartner zu entscheiden. Anhand der eigenen Idee erlernen die Schülerinnen und Schüler Projektmanagement in der Praxis, begleitet von Theorieeinheiten zu diesem Thema - und setzen sich u. a. mit Teamfähigkeit, Kontakten, Kundenbindung, Konfliktmanagement, Führung, Wirtschaftlichkeit usw. auseinander und analysieren dies in der abschließenden Reflexionsphase.
6. Schulfahrten und Wandertage
 

Am Berufskolleg der Timmermeister Schule, Bildungsgang Gymnastiklehrerin / Gymnastiklehrer und Fachhochschulreife, finden sowohl Schulfahrten als auch Wandertage statt, die ein wichtiger Bestandteil des Schullebens sind. Die Klassenfahrten erfolgen jeweils als Jahrgangsstufenfahrt im ersten und zweiten Ausbildungsjahr. Die beiden Wandertage des dritten Ausbildungsjahres finden im Klassenverband statt. Der Charakter dieser Fahrten bzw. Tage orientiert sich am Ausbildungs- und Schulprofil, am Schulprogramm und berücksichtigt die Interessen der Schülerinnen und Schüler.

  Sowohl die zu Beginn des ersten Ausbildungsjahres ausgerichtete Jahrgangsstufenfahrt als auch die Schneesportfahrt im zweiten Ausbildungsjahr bereichern und ergänzen in vielfältiger Weise die berufsbezogene Ausbildung und das Schulleben. Die inhaltliche Ausrichtung der Wandertage im letzten Ausbildungsjahr orientiert sich konkret an den jeweiligen Wünschen und Interessen der Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs. Es ist schon eine Tradition, dass die Schülerinnen und Schüler diese Wandertage zur Fortbildung zum Aqua-Fitness Trainer nutzen und damit einen zusätzlichen Baustein für ihre berufliche Zukunft legen.
 

Für allgemeine Fragen der Planung und Durchführung der Schulfahrten und Wandertage gelten die Richtlinien für Schulwanderungen und Schulfahrten (WRL) des Kultusministeriums. Jeweils im Anschluss an Schulfahrten bzw. der Wandertage erfolgt die Nachbereitung und Auswertung in Form von Reflexionsgesprächen und Auswertungsbögen (Selbstevaluation).

   
  Jahrgangsstufe 11 – Sportpädagogische Woche
 

Diese sportpädagogische Jahrgangsstufenfahrt zur Landesturnschule Oberwerries dient den Schülerinnen und Schülern und begleitenden Lehrkräften zum weiteren Kennenlernen. Sie findet in den ersten Wochen des Unterrichts noch vor den Herbstferien statt. Die Dauer beträgt fünf Tage.
Das Programm wird von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern gestaltet und ist meist sehr vielfältig.

  Von Lehrkräfteseite werden Inhalte des Unterrichts der Praxisfächer vorgestellt und in kurzen Unterrichtssequenzen präsentiert.
  Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Gelegenheit, die von ihnen betriebene Sportart den Klassen vorzustellen und dabei ohne Leistungs- und Notendruck erste Erfahrungen im Unterrichten zu sammeln. Die Umgebung bietet hervorragende Möglichkeiten für Walken, Joggen oder Fahrrad fahren. Auch Entspannung oder Ballspiele gehören zum Programm der Woche.
 

Selbstständig durch die Klassen organisierte und durchgeführte Abendgestaltungen runden diese erste Jahrgangsstufenfahrt ab.

   
 

Jahrgangsstufe 12 – Schneesportfahrt

 

Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres der Klasse 12 fährt die Jahrgangstufe in die einwöchige Schneesportfahrt nach Österreich. Begleitet werden die Schülerinnen und Schüler von den Klassenleitungen und weiteren Lehrkräften der Schule, die alle im Besitz einer Lizenz zur Erteilung von Ski- und Snowboardunterricht sind.

  Diese Fahrt dient zum einen der weiteren Festigung der Klassengemeinschaft, aber auch dem Erwerb oder der Erweiterung von Kenntnissen und Erfahrungen im alpinen Skilaufen, Snowboarden und auch Skilanglauf.
 

Die Abende verbringen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam, wobei auch hier die Abendgestaltungen durch die Gruppen vorgenommen werden.

   
7. Das Lehrteam
  Das Lehrteam der Timmermeister Schule besteht aus Lehrkräften (Lehramt für die Sekundarstufe II), Gymnastiklehrerinnen, Diplomsportlehrer/innen, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten und Sporttherapeutinnen, Ärzten und Ärztinnen sowie Masseuren.
   
8. Angebote für Schülerinnen und Schüler
8.1 Beratungskonzept
 

Die Beratungslehrerin ergänzt und intensiviert die Beratungstätigkeit der Lehrerinnen und Lehrer.

  Beratung an unserer Schule findet dabei in unterschiedlichen Bereichen wie im Unterricht, im außerunterrichtlichen Schulleben sowie im persönlichen Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kollegen statt, um nach Lösungen von Schulproblemen oder Problemen einzelner Schülerinnen und Schüler zu suchen.
  Voraussetzung für ein Beratungsangebot an der Schule ist in der Regel eine nachgewiesene Beratungskompetenz auf Seiten des Beraters. Frau Stredulla-Gleitz führt die Beratungen an unserer Schule durch und hat folgende Qualifikationen:
 

 

Ausbildung in klientenzentrierter Beratung nach Rogers

 

Zusatzausbildung in Pastoralpsychologie an der Hochschule St. Georgen in Frankfurt
Zusatzausbildung in systemischer Beratung

 

langjährige Mitarbeit in einer außerschulischen Beratungseinrichtung
   
  Beratungsgrundsätze und -ziele
 

 

 

 

 

 

 

 

Die Beratung durch die Beratungslehrerin ist grundsätzlich freiwillig. Der Ratsuchende entscheidet selbst, ob er eine Beratung wünscht. Der Berater entscheidet selbst, ob er einen Beratungsauftrag annehmen kann oder den Ratsuchenden weiter vermitteln muss. Der Ratsuchende kann wie der Berater die Beratung jederzeit abbrechen.

 

 

 

 

Die Beratung durch die Beratungslehrerin bietet eine erweiterte psychologische Beratungskompetenz unter der Zusicherung von Vertraulichkeit und unter Einsatz der für die Beratung notwendigen Zeit an.

 

 

 

Das Beratungsangebot ist offen für mögliche Lösungen, das heißt auch, dass es den Ratsuchenden keine „Lösungen“ vorgibt oder (kurzfristig) „messbare“ Erfolge garantiert.

 

 

 

 

Die Beratung versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Sie hat das Ziel, direkt oder indirekt Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, kritische Reflexion und Kommunikationsfähigkeit zu fördern.

 

 

Zielgruppe des Beratungsangebotes sind Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und Eltern.

 

 

 

 

 

Neben dem Gesprächsangebot gehört zur pädagogischen Beratung eine Vermittlungsfunktion zu Beratungsstellen, Therapeuten etc. und die Anregung von Beratungsangeboten für das Kollegium; z.B. kollegiale Fallberatung, Supervision.

 

 

 

 

Das Beratungsangebot bezieht sich auf Lernschwierigkeiten, Verhaltensstörungen, Auffälligkeiten im Sozialverhalten, Konflikte im persönlichen Bereich, psychische Probleme, aber auch Konflikte in Klassen.
   
8.2 Fortbildungen
 

Innerhalb ihrer dreijährigen Ausbildung können unsere Schülerinnen und Schüler freiwillig an unterschiedlichen, bundesweit anerkannten Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Dieses Angebot soll die Konkurrenzfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler auf dem Arbeitsmarkt, der zunehmend die Mehrfachqualifizierung des Arbeitnehmers fordert, erhöhen.

  Ständige Kooperationspartner sind u. a. der Westfälische Turnerbund (WTB), der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) e. V. und die Aquamedical Akademie Berlin.
 

Mit Abschluss der Klasse 12.1 erwerben unsere Schülerinnen und Schüler die Übungsleiter C Lizenz des Landessportbundes und sind damit berechtigt selbstständig Übungsgruppen im Bereich des Freizeit- und Breitensports zu leiten.

   

8.3

 

Angebote von Schülerinnen und Schülern für Schülerinnen und Schüler
  Die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler an unserer Schule wird willkommen geheißen: so unterstützen wir gerne Schülerinnen- und Schülerangebote im Bereich Sport und Förderung. Regelmäßig bieten Schülerinnen und Schüler spezielle Sportkurse, z.B. Fitness, HipHop, Rock’n Roll, Standardtanz, Tae Bo, Tai Chi an unserer Schule an, die von Schülerinnen und Schülern und auch Nicht-Schülerinnen und Schülern gerne genutzt werden.
   
8.4 Schülerinnen- und Schülervertretung
 

Die SV ist ein Gremium, das sich aus den Klassensprechern und deren Stellvertretern, sowie der Vertrauenslehrkraft zusammensetzt.

Sie hat die Aufgabe anstehende Themen zu diskutieren, Beschlüsse zu fassen und die Ergebnisse an die Klassenkameraden weiterzuleiten.
  Die SV kümmert sich um die Rechte und Wünsche aller Schülerinnen und Schüler und versucht die Interessen und Anregungen der Schülerinnen und Schüler ans Tageslicht zu bringen.
  Aus der SV heraus werden die Vertreter der Schülerinnen und Schüler für die Schulkonferenz sowie die Schulsprecher für jeweils ein Schuljahr gewählt.
  Die Schulsprecherin bzw. der Schulsprecher nehmen regelmäßig an den Konferenzen des Schulträgers und der Schulleiter teil. Hier können sie Eingaben aus der gesamten Schülerschaft direkt mit der obersten Instanz klären.
  Bei Fachkonferenzen vertritt die SV die Meinung der Schülerinnen und Schüler und informiert die Schülerschaft über das dort Besprochene.
   
8.5 Organisation von Nachhilfe
  Von den Lehrkräften wird, nach Absprache mit den Schülerinnen und Schülern, gegen ein kleines Entgelt Förderunterricht in Mathematik, Englisch und Deutsch angeboten.
  Durch die SV werden Nachhilfeangebote von Schülerinnen und Schülern für ihre Mitschüler/innen organisiert. Schwerpunkte sind einmal die Nachhilfebörse innerhalb der Schule sowie die Installation von Arbeitsgemeinschaften. Hier stehen die SV und das Lehrkräftekollegium sowie die Schulleitung mit Rat und Tat zur Seite.
   
8.6 Mitfahrservice
 

Die SV organisiert und aktualisiert auch eine Mitfahrerbörse für alle auswärtigen Schülerinnen und Schüler.

   
9. Elternarbeit
  Die Eltern unserer schon zum großen Teil volljährigen Schülerinnen und Schüler können auf vielfältige Weise am Schulleben teilnehmen. Ihre aktive Mitarbeit wird von unserer Seite begrüßt und unterstützt.
 

Die Eltern der minderjährigen Schülerinnen und Schüler sind in den Mitwirkungsgremien der Schule eingebunden. Neben den regelmäßigen Jahrgangsstufen-pflegschaftssitzungen gehören dazu die Schulkonferenz und die in unserem Bildungsgang eingerichteten Fachkonferenzen Theorie und Praxis.

 

Am jährlich durchgeführten Tag der offenen Tür sind gerade die Eltern herzlich eingeladen. Hier können sie nicht nur einen Einblick in die schulische Arbeit gewinnen, sondern können auch im Rahmen eines offenen Elternsprechtages ein persönliches Gespräch mit den Lehrkräften führen.

 

Ferner besteht jederzeit für die Eltern die Möglichkeit im Rahmen der vorgesehenen Sprechzeiten mit einer Lehrkraft in Kontakt zu treten.

  Bei Problemen und / oder Lernschwierigkeiten werden auf Wunsch die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern von einem kleinen Team von Lehrkräften (Klassenlehrkraft, Beratungslehrkraft und Schulleitung) beraten.
   
10. Öffentlichkeitsarbeit
 

Die Schule präsentiert sich regelmäßig in der Öffentlichkeit.

  Dazu gehören:
 

 

der Internetauftritt der Timmermeister-Schule www.timmermeister-schule.de

 

 

 

der Tag der offenen Tür und ein Berufsinformations-tag, an denen zukünftige Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern Informationen zum Berufsbild erhalten

 

 

die im Rahmen der Berufsbezogenen Projektarbeit gestalteten Projekte, die in der lokalen Presse vorgestellt werden

 

 

die Besetzung eines schuleigenen Messestandes im Rahmen von verschiedenen Berufs- und Bildungsmessen in NRW
   
   
B. Schulentwicklung
   
1. Unsere pädagogischen Grundideen
  Im Rahmen des pädagogischen Tages am 08.03.04 haben wir uns als Kollegium auf folgenden pädagogischen Grundkonsens geeinigt. Die vorliegenden Formulierungen sind als Arbeitsgrundlage zu verstehen.
  Als Lehrteam der Berufsfachschule für Gymnastik an der Timmermeister Schule möchten wir:
 

 

 

 

unsere Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre Freude an der Bewegung und am Sport weiter zu entwickeln und Neues zu entdecken

 

 

dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler wertschätzend mit sich und ihren Mitmenschen umgehen

 

die physische und psychische Leistungsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler fördern

 

Bewegung als Mittelpunkt des gesamten schulischen Alltags betrachten

 

 

 

unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und ihnen in ihrer Lebensplanung beratend zur Seite stehen - dabei ist uns ein ganzheitlicher Ansatz wichtig

 

 

die Fähigkeit und Bereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem und (eigen-) verantwortlichem Handeln fördern

 

unsere Schülerinnen und Schüler zu lebenslangem Lernen anleiten

 

 

 

 

unsere Schülerinnen und Schüler darin unterstützen, berufsspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben - dazu gehören für uns insbesondere Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Kreativität und Flexibilität

 

 

unseren Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen vermitteln, die sie zu einem Fachhochschulstudium befähigen
   
2. Aktueller Stand der Schulprogrammentwicklung
   
  Die Bildungsgangkonferenz hat am 26.05.2004 zunächst als wichtigsten Aspekt für die zukünftige Schulprogrammarbeit festgelegt:
 

„Wir fördern die Selbstständigkeit und (Eigen-) Verantwortlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler  noch nicht in ausreichendem Maße.“

 

Ziel ist seitdem die Erstellung eines schuleigenen verbindlichen Methodencurriculums, woran in regelmäßig stattfindenden pädagogischen Konferenzen und Fortbildungen kontinuierlich gearbeitet wird. Ab dem Schuljahr 2008/2009 soll es verbindliche Anwendung finden.

   
3. Qualitätssicherung
3.1 Qualität von Unterricht
 

Zur Sicherung von Unterrichtqualität wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit dem Schulträger ein Evaluationsbogen entwickelt, der sowohl den theoretischen als auch den praktischen Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler bewerten lässt. Schwerpunkte der Evaluation liegen am Ende des ersten und am Ende des dritten Ausbildungsjahres. Neben der qualitativen Gestaltung des Unterrichtes werden die Lernatmosphäre sowie die Meinung zur Leistungsbewertung abgefragt. Die Lehrkräfte werten die Fragebögen selbstständig aus und besprechen die Ergebnisse sowohl mit den Schülerinnen und Schülern als auch mit der Schulleitung.

   
3.2 Fortbildungsplanungen der Lehrkräfte
 

Die Fortbildungsplanung wird durch zwei Lehrkräfte aus den jeweiligen Fachbereichen Theorie und Sport im Dialog mit der Schulleitung gesteuert. Hierzu erfolgen regelmäßige Recherchen zu aktuellen Themen sowie die Eruierung der Interessenslage des Kollegiums. Zur Schulentwicklung passend werden dann geeignete Fortbildungen ausgewählt.

   
3.3 Kollegiale Intervision
 

Kollegiale Intervision ist eine Form der Beratung von Kollege zu Kollege bzw. Kollegin und dient in Unternehmen und Schulen der Qualitätssicherung und Personalentwicklung.
Seit einigen Jahren gibt es eine solche kollegiale Fallbesprechungsgruppe am Timmermeister-Berufskolleg.

  Sie gibt Gelegenheit zur Reflexion des pädagogischen Handelns und trägt damit zur Erweiterung der Handlungskompetenz im Umgang mit Problemfällen und problematischen Situationen im Schulalltag bei. Es werden wirkungsvolle Ansätze zur Verbesserung der Lehrkräfte-Schülerinnen und Schüler-Beziehung und zur konstruktiven Konfliktbewältigung entwickelt.
 

Die Gruppe bietet darüber hinaus die Gelegenheit zur allgemeinen Rollenreflexion und –neugestaltung, zum Ausbau der kollegialen Unterstützung sowie zum Stressmanagement.
Sie trifft sich alle sechs Wochen und zusätzlich nach Bedarf.

   
3.4 Außerschulische Partner
 

„Im „Mittelpunkt steht der Mensch.“ Diesem Grundsatz der Timmermeister Schulen fühlen wir uns verpflichtet, auch bei der Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern aus dem Bereich Beratung, um unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz zu stärken und ihnen hilfreiche Beratungsangebote vorzustellen.

 

Folgende Beratungsstellen kooperieren mit uns in den Jahrgangsstufen 11 bis 13 und stellen sich und ihre Arbeit jeweils im Rahmen eines kleinen Unterrichtsprojektes vor:

 

 

 

Beratungsstelle für Essstörungen für junge Menschen und deren Angehörige des Diakonischen Werkes Münster

Aids Hilfe Münster

KCM Schwulen- und Lesbenzentrum Münster

Jugendamt der Stadt Münster

Pro familia, Münster

Donum vitae

Johannes-Hospiz, Münster

Gesundheitsamt der Stadt Münster
Sportverein Blau Weiß Aasee
Villa ten Hompel
Verbrauerzentrale NRW
Süddeutsche Zeitung
Arbeits- und Sozialgericht Münster
Polizei NRW
Staatsschutz

 

Regelmäßiger Besuch von Bundestagsabgeordneten
   
3.5 Expertenbefragungen
 

Das Konzept der Expertenbefragung hat sich innerhalb der Ausbildung als sehr effektiv gezeigt. Schülerinnen und Schüler des höheren Ausbildungsjahrgangs stellen sich als Experten den unteren Ausbildungsklassen zur Verfügung. Gerade zum Thema Praktikum werden wertvolle Erfahrungen und Tipps weitergegeben und somit der Qualitätsstandard der Berufserfahrung sehr hoch gehalten.

  Ehemalige Absolventinnen und Absolventen des Timmermeister-Berufkollegs stellen sich ebenfalls regelmäßig als Experten zur Verfügung, um den Abschlussklassen Informationen über den Arbeitsalltag und Arbeitsverhältnisse zu geben. Hier werden oft wegweisende Kontakte geknüpft.
   
3.6 Evaluationen
  Die schulische Arbeit wird durch regelmäßige Evaluationen begleitet. Inhalte der Evaluation sind:
 

 

 

Einzugsgebiet und Motivation der Schülerinnen und Schüler für die Wahl des Bildungsganges und der Schule (Jahrgangsstufe 11)

Orientierungswoche (Jahrgangsstufe 11)

Motorischer Test und Re-Test (Jahrgangsstufe 11)

Unterricht (Jahrgangsstufen 11 - 13)

Klassenfahrt (Jahrgangsstufen 11 und 12)

 

Berufsbezogene Projektarbeit (Jahrgangsstufen 12 und 13)

Praktikum (Jahrgangsstufen 11 und 12)

Schulstruktur und –organisation (Jahrgangsst. 12)

 

Verbleib der Schülerinnen und Schüler (Jahrgangsstufe 13)
  Unsere Evaluationen geben Rückmeldungen zur schulischen Arbeit und schaffen die Basis für notwendige Verbesserungen.
 

 

4. Ausblick
 

Im Schuljahr 2008/2009 wurde das in den Vorjahren erarbeitete Methodencurriculum erstmalig umgesetzt und evaluiert. Nachbesserungen waren erforderlich, die im Schuljahr 2009/2010 eingearbeitet und umgesetzt werden.

 

Eine im Schuljahr 2008/2009 neu zusammengesetzte Steuergruppe kümmert sich um das Thema Gesunde Schule, zu dem am 26. Januar 2009 erstmalig ein pädagogischer Tag durchgeführt wurde. Im Verlauf dieses Tages wurde das Thema Lehrergesundheit in den Vordergrund gestellt. Die Steuergruppe entwickelte dazu einen Fragebogen (LehrerInnengesundheit), mit dem die zukünftige Arbeit weiter herauskristallisiert werden soll.

   

 


Hätten Sie's gewusst?
Pehr Henrik Ling
(geb. 15.11.1776 in Södra Kjunga - gest. 3.05.1839 in Stockholm).

Er findet Erwähnung als Begründer der "Schwedischen Gymnastik".

Neben Albert Hoffa und Johann Georg Mezger gilt er als Vater der "Klassischen Massage", welche deshalb auch "Schwedische Massage" gennant wird/wurde.